Ein angenommener Waldbrand am Eichberg bildete am Montagabend die Grundlage für eine großangelegte Feuerwehrübung. Ziel des Szenarios war es, die angrenzende Wohnbebauung vor einem sich ausbreitenden Vegetationsbrand zu schützen.

Die ersten Einsatzkräfte der Abteilung Nieder-Mörlen errichteten zunächst ein Wasserreservoir, um anschließend eine Riegelstellung am Waldrand aufzubauen. Unterstützt wurden sie dabei von einem Tanklöschfahrzeug aus der Kernstadt, welches als zusätzlicher Wasserpuffer diente.

Parallel dazu wurde der 13. Löschzug der Feuerwehr Bad Nauheim an die Einsatzstelle beordert. Dessen Aufgabe bestand darin, von der Usa-Brücke am Wehr eine rund 1.200 Meter lange Wasserförderstrecke bis zum Einsatzgebiet aufzubauen. Dabei mussten knapp 70 Höhenmeter überwunden werden. Insgesamt vier Pumpen sorgten für die notwendige Wasserförderung.

Nach dem erfolgreichen Aufbau der Wasserversorgung unterstützten die Kräfte des 13. Löschzuges gemeinsam mit den auf Vegetationsbrandbekämpfung spezialisierten Einsatzkräften aus Rödgen den Löschangriff im Wald. Mit sogenannten D-Schläuchen sowie Kreisregnern wurde eine effektive Brandbekämpfung und Kühlung der gefährdeten Bereiche simuliert, um die Wohnhäuser vor den angenommenen Flammen zu schützen.

An der Übung waren 47 Feuerwehrangehörige aus allen Bad Nauheimer Stadtteilen beteiligt. Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Ablauf zufrieden. Insbesondere die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten sowie die Einrichtung einer langen Wasserförderstrecke konnten unter realitätsnahen Bedingungen erfolgreich geprobt werden.

Eingesetzte Fahrzeuge:

Feuerwehr Nieder-Mörlen
MTW, LF10, STLF20

Feuerwehr Rödgen
MTW, MLF

13.LZ
Kdow, LF10 Kats, TLF 24/50, GW-L1